Die Geschichte der IG

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Die bis dato selbstständige Gemeinde Modau wurde im Rahmen der kommunalen Gebietsreform ab dem 01.Januar 1977 in die Stadt Ober-Ramstadt eingemeindet. Seitdem ist Modau ein Stadtteil von Ober-Ramstadt.

 

Andere Gemeinden, wie beispielsweise Rohrbach, die 1971 freiwillig in die Stadt Ober-Ramstadt eingemeindet wurden, wählten einen klassischen Ortsbeirat.

Die Modauer entschieden sich jedoch 1977 anders. Sie gründeten die Interessensgemeinschaft der Modauer Vereine, um die Interessen des Stadtteils Modau gegenüber der Stadt Ober-Ramstadt zu vertreten.

Diese Interessensgemeinschaft (IG) setzte sich aus allen Vereinsvertretern, sowie den in Modau wohnenden politischen Vertretern zusammen. Sie war allerdings nur ein loser Zusammenschluss und kein eingetragener Verein. IG Sitzungen fanden unregelmäßig statt und es galt die Regelung, das der Verein, der die Kerb ausrichtet, für dieses Jahr auch den Vorsitzenden stellte. Der zweite Vorsitzende war dann von demjenigen Verein, der das folgende Jahr die Kerb ausrichtete. Der Rechnungsführer wurde auch nicht gewählt, sondern in einer Sitzung bestimmt. Bis zu seiner Pensionierung übte der 2014 verstorbene Günter Beyer über viele Jahre dieses Amt aus. Danach übernahm Rainer Ormancin bis zum März 2014 die Rechnungsführung der IG.

 

Bis 2011 gab es nur eine einzige Veranstaltung, bei der die Modauer Vereine gemeinsam mitwirkten: die Einweihung der Umgehungsstraße in Ober-Ramstadt, vom 14.-18.6.2001.

Bei dem alle zwei Jahre stattfindenden Modauer Straßenfest hat jeder Verein in Eigenregie in den Höfen und auf der Straße Stände bewirtschaftet.

Die Modauer Kerb wurden nacheinander von nur einem oder maximal zwei Vereinen ausgerichtet.

 

2011 trat ein Wandel in der Denkweise dieser Regelung ein. Man sah, dass diese Veranstaltungen weder finanziell, noch personell von nur einem Verein gestemmt wurden konnten.

Nach einer Informationsveranstaltung durch einen Steuerberater, beschloss die IG eine GbR zu gründen und das alle zwei Jahre stattfindende Straßenfest gemeinsam durchzuführen.

Der TSV Modau, der KVM Modau, die SG Modau, der Frohsinn 03 Modau, der OGV Modau und die Feuerwehr planten in zahlreichen Sitzungen das Straßenfest 2011. Es wurde beschlossen, dass es gemeinsam auf dem Platz vor der Volksbank Modau stattfinden sollte. Lediglich der OGV blieb im Hof der Familie Buxmann. Die anderen Vereine teilten die Kosten und den anschließenden Gewinn, da auch die Dienste zwischen diesen Vereinen aufgeteilt wurden. Völlig überraschend verkündete der damalige erste Vorsitzende der SG Modau in der letzten Festausschusssitzung, ein Tag vor dem Straßenfest, dass er den Beschluss über eine Gründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts nicht unterschreiben wolle. Und als dann nach intensiver Diskussion feststand, dass die SG Modau nicht am Straßenfest 2011 teilnehmen würde, mussten die Dienste kurzfristig neu verteilt werden. Einige Mitglieder der SG waren gegen diese Entscheidung ihres ersten Vorsitzenden und leisteten dennoch ihre Dienste.

Die noch übrigen offenen Dienste übernahmen schließlich die anderen Vereine und so konnte das Straßenfest 2011 unter dem Motto „jetzt erst recht“ trotzdem stattfinden.

Die Kerb 2011 wurde letztmalig von einem einzelnen Verein ausgerichtet, aber danach stand die Entscheidung fest, dass sowohl das Straßenfest, als auch die Kerb gemeinsam von den Modauer Vereinen veranstaltet werden sollen. Beim Straßenfest 2011 kam man schließlich zu dem Entschluss: „Gemeinsam geht’s besser!“

 

Aufgrund dieser Entscheidung wurde dann 2012 beschlossen, dass die IG Strukturen verändert werden müssen, um die Kerb und das Straßenfest in geordneten Bahnen ausrichten zu können. Unterstützung für diese Umstrukturierungen holte sich die IG bei Wolfgang Reinig, der bei der Stadt für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und auch bei der Ausrichtung der Ober-Ramstädter Straßenkerb maßgeblich involviert ist.

Bei einer IG Sitzung Ende 2012 waren sich alle Vereinsvertreter einig, dass es zwingend notwendig ist, den losen Zusammenschluss der IG in einen ordentlichen Verein mit einer Satzung umzuwandeln. So konnte man die Gemeinnützigkeit beantragen und durch die Eintragung beim Registriergericht wäre man auch dazu befugt Spendenbestätigungen und Rechnungen auszustellen.

Bis zur Gründung dieses Vereins war allerdings noch viel Arbeit zu leisten. Als Übergangslösung wurden daher ein vorübergehender erster, sowie zweiter Vorsitzender und ein Schriftführer der IG gewählt, damit die Arbeit der IG nicht auf Eis gelegt werden musste.

Parallel dazu gründete sich ein kleiner Arbeitskreis bestehend aus Björn Mager, Michael Voltz, Rolf Teske und Erich Michel, der am 13.12.2012 die Vorbereitungen zur Erstellung einer Satzung aufnahm. Nach zahlreichen Arbeitsstunden legte dieser Arbeitskreis bereits im März 2013 dem Steuerberater Herrn Kleine einen Satzungsentwurf vor. Nach intensiver Prüfung kam dieser zu dem Schluss, dass nur die Gründung eines Fördervereines in Frage kommt, um die Gemeinnützigkeit zu erhalten.

Die vom Arbeitskreis korrigierte Satzung wurde nach erneuter Prüfung von Herrn Kleine dem Finanzamt Darmstadt vorgelegt.

Nach weiteren notwendigen Anpassungen gab das Finanzamt grünes Licht.

Um die Satzung beim Registrierungsgericht in Darmstadt eintragen lassen zu können, war eine Infoveranstaltung nötig, die am 12.06.2013 stattfand. In dieser Veranstaltung wurde jeder einzelne Punkt durch Herrn Kleine erklärt, diskutiert und schließlich mit noch kleinen Änderungen durch die Vereinsvertreter abgesegnet.

Somit konnte ebenfalls am 12.06.2013 die Gründungsversammlung des Fördervereins Interessengemeinschaft Modauer Vereine in der Gaststätte „zur Krone“ stattfinden. Mindestens 7 Vereinsvertreter mussten sowohl die Satzung, als auch das angefertigte Protokoll unterschreiben. Noch am selben Abend wurde Björn Mager zum ersten Vorsitzenden und Erich Michel zum zweiten Vorsitzenden gewählt.

Über das Ortsgericht in Ober-Ramstadt kam die Satzung dann zum Registrierungsgericht in Darmstadt, von wo sie mit weiteren Änderungswünschen wieder zurückkam.

Diese Änderungswünsche wurden dann ebenfalls in die Satzung eingearbeitet. Als Konsequenz daraus mussten am 29.10.2013 alle Vereinsvertreter zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen kommen, da die Änderungen mit mindestens 7 Unterschriften bestätigt werden mussten, um sie danach umgehend wieder zum Registrierungsgericht zu schicken, welches die Satzung dann endlich am 12.11.2013 genehmigte.

Am 20.12.2013 wurde diese dann vom Finanzamt Darmstadt genehmigt, so dass, so dass der Förderverein gerade noch die Spendenbestätigungen und die Rechnungen erstellen und am 23.12.2013 an die Sponsoren und Spender ausgehändigt bzw. verschicken konnte.

 

Abschließend lässt sich sagen, dass alle Modauer Vereine (ASV Modau, DRK Modau/Modautal, Freiwillige Feuerwehr Modau, Förderverein Handball TSV Modau, Frohsinn 03 Modau, GZV Modau, KVM 2000 Modau, SG Modau und TSV Modau) Mitglieder gemäß § 4 der Satzung sind. Fast alle Mitgliedsvereine richten ein Mal im Jahr die Kerb und alle zwei Jahre das Straßenfest gemeinsam aus.

Und um unseren lebenswerten Ort kontinuierlich gestalten zu können, freuen wir uns sehr, wenn der ein oder andere Modauer sich zum einen als Fördermitglied, oder aber auch personell gerade an solch großen Veranstaltungen, wie die Kerb, engagiert.
Denn wie schon erwähnt: Gemeinsam geht’s besser!

 

 

 

 

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